23.02.2017

Rückblick auf ein vielseitiges Jahr 2016

Oldenburg. Ein gutes Jahr für die Stadtbibliothek Oldenburg: Die Medienausleihe und Besucherzahlen blieben auch in 2016 stabil. Nach wie vor im Trend steht die Ausleihe von E-Medien. Grundsätzlich stehen die Zeichen auf digital: Die Umstellung der Stadtteilbibliotheken auf Selbstverbucher wurde abgeschlossen und in der Stadtteilbibliothek Eversten wurde das erste freie WLAN eingerichtet.

Zurückgeblättert: Zahlen und Fakten
Konkret liehen die Bibliothekskunden 914.624 Medien aus und insgesamt 314.958 Besucherinnen und Besucher besuchten die Stadtbibliothek im PFL, die Kinderbibliothek am PFL und die vier Stadtteilbibliotheken. Fast 17.000 aktive Bibliothekskunden, darunter 3.351 neu angemeldete, entliehen durchschnittlich 53 Medien. „Angesichts der starken Nutzung von Internet und sozialen Medien sind das zufriedenstellende  Zahlen“, sagt Heike Janssen, Leiterin der Stadtbibliothek Oldenburg.

Das seit 2007 bestehende Onleihe-Angebot (Ausleihe digitaler Medien) erreichte mit über 49.700 Downloads eine erneute Steigerung von 15,6 Prozent und hat sich damit zu einer virtuellen Zweigstelle entwickelt. Virtuell klickten sich auch über 40.000 Besucherinnen und Besucher auf die Homepage der Stadtbibliothek, um sich über Veranstaltungen und Services zu informieren oder den Bibliothekskatalog aufzurufen. „Die hohe Nutzung der Onleihe und der Selbstbedienungsfunktionen über das Internet, zum Beispiel für Ausweis- und Leihfristverlängerungen, spiegeln den gesellschaftlichen Trend in Richtung Online-Services wider. Auch die stetig wachsenden Zahlvorgänge per Überweisung trägt zur ortsunabhängigen Nutzung der Bibliothek bei“, erklärt Janssen.   

Seitenweise: Bestand und Veranstaltungen
Der Medienbestand (2016: 188.554)  wird regelmäßig aktualisiert und durch Neuerscheinungen und Trends ergänzt. „Ein Schwerpunkt lag in 2016 bei Materialien zum Deutschlernen, einem unverzichtbaren Baustein für die Integrationsarbeit in Oldenburg“, weiß Wiebke Klinge, Leiterin der Zentralbibliothek, und ergänzt: „Mit der Übergabe von Willkommenspaketen an Flüchtlingseinrichtungen und Führungen in der Bibliothek wurde zudem ein niederschwelliges Angebot für Migranten und Geflüchtete geschaffen.“

Mehr denn je sieht sich die Stadtbibliothek als Bildungspartner in Sachen Frühförderung, Lese- und Informationskompetenz. Sei es mit (mehrsprachigen) Bilderbuchkinos, Erzähltheater (Kamishibai) und dem Format Bücherzwerge für die Jüngsten, dem Lesefieber und Autorenlesungen für Schulkinder, dem Gaming-Abend und Mangaworkshop für Jugendliche oder der pädagogischen Vortragsreihe „Auf dem Weg zum Lernen“ für Eltern und Erzieher. „Leseförderung und Spracherwerb sind der Schlüssel zu Bildung und Teilhabe“, erklärt Heike Janssen die vermehrte Anzahl an Veranstaltungen und Teilnehmenden. „Unsere Bibliotheksmitarbeiterinnen führten im vergangenen Jahr alleine 189 Schulungen im Rahmen von ‚Schu:Bi – Schule und Bibliothek‘ mit 4.252 Teilnehmenden durch. 2015 waren es noch 3.762 Teilnehmende.“

Punkten konnte die Stadtbibliothek auch mit besonderen Angeboten für Erwachsene: Beim Krimi-Herbst in den Stadtteilbibliotheken lasen regionale Autoren aus ihren spannenden Werken und in der Zentralbibliothek im PFL wurde das Samstags-Format Lesung to go erprobt. In Kooperationen zum Beispiel mit dem Leseforum Oldenburg, der Deutschen Tolkiengesellschaft oder der ABC-Selbsthilfegruppe gab es kurzweilige Zehn-Minuten-Lesungen zu unterschiedlichsten Themen.

Lesenswert: Ausblick für 2017
„Nachdem nun alle Stadtteilbibliotheken auf den Betrieb mit Selbstverbuchern umgestellt und nebenbei auch die Eingangsbereiche zum Teil umfangreich umgestaltet wurden, steht für 2017 die Einführung von freiem WLAN in allen Einrichtungen an“, erklärt Janssen. „Die Vor-Ort-Nutzung der Stadtbibliothek als Lese- und Arbeitsumgebung, als Treffpunkt oder Veranstaltungsort soll in den Fokus  rücken.“

Buchgeführt in 2016
•    Ausleihrenner im Romanbereich: Krimi/Spannung: Rita Falk, „Leberkäsjunkie“, Sabine Thiesler, „Und draußen stirbt ein Vogel“ (jeweils 21 Mal); Familie: Sarah Lark, „Eine Hoffnung am Ende der Welt“ (20 Mal)
•    Ausleihrenner im Sachbuchbereich: Geografie (Reisen in alle Welt), Hauswirtschaft (Handarbeiten, Kochen, DIY-Trend)
•    Ausleihrenner in der Kinderbibliothek: (Papp-)Bilderbücher (Conni- und Jakob-Bücher), Krimi ab acht Jahren („Die Drei ???-Kids“)
•    Ausleihrenner Non-Books: DVD-Filme: „True Detective“, Staffel 2 (41 Mal), „Der Chor - Stimmen des Herzens“ (39 Mal); Hörbücher: Jan Weiler, „Im Reich der Pubertiere“ (18 Mal),
Ingo Siegner, „Der kleine Drache Kokosnuss“ (18 Mal)
•    jüngster Kunde: 7 Monate
•    älteste Kundin: 94 Jahre
•    Verhältnis Kinder/Jugendliche zu Erwachsenen: 32 Prozent/65 Prozent
•    Verhältnis männlich zu weiblich: 32 Prozent/65 Prozent
•    Stärkste aktive Ausleihgruppen: 6 bis 10 Jahre und 46 bis 55 Jahre