Regelungen zur Quarantäne

Einreise aus einem Risikogebiet

Was Reiserückkehrende und Einreisende wissen müssen, darüber informiert das Gesundheitsamt der Stadt Oldenburg.

Hier finden Sie die Übersicht der Internationalen Risikogebiete und der Gebiete mit einer Virusmutation des Robert Koch-Instituts »

Wer aus einem Risikogebiet nach Deutschland/Niedersachsen einreist,

  1. muss einen Corona-Test machen
    • Der Test kann frühestens 48 Stunden vor der Einreise oder bis 48 Stunden nach der Einreise gemacht werden.
    • Ein negatives Testergebnis befreit nicht von der Quarantäne.
    • Das Testergebnis muss auf Papier oder in einem elektronischen Dokument in deutscher, englischer oder französischer Sprache vorliegen und 14 Tage nach der Einreise aufbewahrt werden.
  2. ist verpflichtet sich unverzüglich und auf direktem Wege für 14 Tage in Quarantäne zu begeben
  3. muss umgehend die eigenen Daten auf der Seite des Bundesministeriums hinterlegen über www.einreiseanmeldung.de » (dies ist vorrangig zu tun)

Ausnahmen von der Test- und Quarantänepflicht für Einreisende aus einem Risikogebiet

  1. Personen, die
    • sich im Ausland (Risikogebiet), für weniger als 24 Stunden aufgehalten haben und keine Krankheitssymptome aufweisen oder
    • sich für weniger als 24 Stunden in Deutschland aufhalten zum Beispiel: zur Durchreise, Tagesausflug, Shoppen et cetera
    • unaufschiebbar beruflich bedingt, zum Transport von Waren oder Güter auf der Straße, der Schiene, per Schiff oder per Flugzeug
  2. bei Aufenthalten von weniger als 72 Stunden
    • Personen, die einreisen aufgrund des Besuchs von Verwandten ersten Grades, des nicht dem gleichen Hausstand angehörigen Ehegatten, Lebenspartners oder Lebensgefährten oder aufgrund eines geteilten Sorgerechts oder eines Umgangsrechts,
    • bei Einhaltung angemessener Schutz- und Hygienekonzepte Personen, deren Tätigkeit für die Aufrechterhaltung des Gesundheitswesens dringend erforderlich und unabdingbar ist, und dies durch den Dienstherrn, Arbeitgeber oder Auftraggeber bescheinigt wird,
    • bei Einhaltung angemessener Schutz- und Hygienekonzepte hochrangige Mitglieder des diplomatischen und konsularischen Dienstes, von Volksvertretungen und Regierungen,
    • Polizeivollzugsbeamte aus Staaten, die den Schengen-Besitzstand vollständig anwenden, in Ausübung ihres Dienstes,
  3. bei Einhaltung angemessener Schutz- und Hygienekonzepte Personen,
    • die in der Bundesrepublik Deutschland ihren Wohnsitz haben und die sich zwingend notwendig zum Zweck ihrer Berufsausübung, ihres Studiums oder ihrer Ausbildung an ihre Berufsausübungs-, Studien- oder Ausbildungsstätte in einem Risikogebiet begeben und regelmäßig, mindestens einmal wöchentlich, an ihren Wohnsitz zurückkehren (Grenzpendler) oder
    • die in einem Risikogebiet ihren Wohnsitz haben und die sich zwingend notwendig zum Zweck ihrer Berufsausübung, ihres Studiums oder ihrer Ausbildung in die Bundesrepublik Deutschland begeben und regelmäßig, mindestens einmal wöchentlich, an ihren Wohnsitz zurückkehren (Grenzgänger)
  4. Angehörige ausländischer Streitkräfte im Sinne des NATO-Truppenstatuts, des Truppenstatuts der NATO-Partnerschaft für den Frieden (PfP-Truppenstatut) und des Truppenstatuts der Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU-Truppenstatut), die zu dienstlichen Zwecken nach Deutschland einreisen oder dorthin zurückkehren.

Ausnahmen von der Quarantänepflicht für Einreisende aus einem Risikogebiet – die Testpflicht bleibt bestehen

  • Eine Person muss nicht in Quarantäne, wenn diese für weniger als 72 Stunden einreist oder sich weniger als 72 Stunden im Risikogebiet aufgehalten hat und folgende Gründe vorliegen:
    • Mitarbeiter von Luft-, Schiffs-, Bahn- oder Straßenpersonenverkehrsunternehmen
      • und von Unternehmen, die Flugzeuge, Schiffe oder Schiffsausrüstung warten, Flugbegleiter sowie Besatzungen von Sanitäts- oder Organflügen, die sich im Rahmen ihrer Tätigkeit im Ausland aufgehalten haben,
    • diplomatische und konsularische Dienste (gilt nur für hochrangige Mitglieder von Volksvertretungen und Regierungen)
    • das Erbringen von Dienst- oder Werkleistungen für Betriebe kritischer Infrastrukturen
  • Weitere Ausnahmen (unabhängig von der Länge des Aufenthalts): Eine Person muss nicht in Quarantäne, wenn ein negativer Test vorliegt und einer der folgenden Einreisegründe vorliegt:
  • Privater Einreisegrund
    • Familienbesuch (Eltern, Kinder, Großeltern, Enkelkinder, Ehepartnerinnen und Ehepartner, Lebensgefährten (fester Freund//feste Freundin), Personen zum Umgang des Sorgerechts),
    • zur dringenden medizinischen Behandlung oder
    • zur Pflege und Schutz von Hilfebedürftigen
       
  • berufliche Gründe (Arbeit/Ausbildung/Studium)

    Hinweis: Die zwingende Notwendigkeit dieser Fahrten sowie die Einhaltung angemessener Hygienekonzepte sind durch den Arbeitgeber/die Uni zu bescheinigen. Die Bescheinigung muss mitgeführt werden.

    Personen,
    • die sich für bis zu fünf Tage
      • zwingend notwendig und unaufschiebbar beruflich,
      • in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder in das Bundesgebiet einreisen
    • die zum Zweck einer mindestens dreiwöchigen Arbeitsaufnahme einreisen (zum Beispiel Saisonarbeiter und Montagearbeiter). Voraussetzung:
      • Zehn Tage kein Kontakt außerhalb der Arbeitsgruppe, Hygienemaßnahmen und Vorkehrungen, die mit einer Quarantäne vergleichbar sind.
      • Ein Verlassen der Unterbringung ist zudem nur zur Ausübung der Tätigkeit gestattet
      • Die Person muss vor Einreise vom Arbeitgeber beim Gesundheitsamt angezeigt werden unter Vorlage der ergriffenen Maßnahmen.
    • die zur Vorbereitung, Teilnahme, Durchführung oder Nachbereitung internationaler Sportveranstaltungen durch das jeweilige Organisationskomitee akkreditiert werden oder von einem Bundessportfachverband zur Teilnahme an Trainings- und Lehrgangsmaßnahmen eingeladen sind
       
  • aus besonderen Berufsgruppen, wenn der Arbeitgeber oder Dienstherr die zwingende Notwendigkeit der Befreiung bestätigt.
    • Dazu gehören Personen
      • im Gesundheitswesen und im Pflegebereich,
      • der Behörden des öffentlichen Gesundheitsdienstes,
      • die Dienst- oder Werkleistungen für Betreiber kritischer Infrastrukturen erbringen,
      • des Justiz- und Maßregelvollzugs,
      • des Polizeivollzugsdienstes,
      • der Feuerwehren und Rettungsdienste sowie des Katastrophenschutzes,
      • Mitglieder des Europäischen Parlaments, des Deutschen Bundestages und der Parlamente der Länder sowie Personen, die mit der Pflege diplomatischer oder konsularischer Beziehungen betraut sind
      • Außerdem für Personen,
        • die unaufschiebbar beruflich bedingt, Waren oder Güter auf der Straße, der Schiene, per Schiff oder per Flugzeug transportieren müssen,
        • von Luft-, Schiffs-, Bahn- oder Straßenpersonenverkehrsunternehmen
        • und von Unternehmen, die Flugzeuge, Schiffe oder Schiffsausrüstung warten, Flugbegleiter sowie Besatzungen von Sanitäts- oder Organflügen, die sich im Rahmen ihrer Tätigkeit im Ausland aufgehalten haben

So kann sich jede einreisende Person aus einem Risikogebiet früher aus der Quarantäne befreien

Fällt man nicht unter die „Besonderen Ausnahmen“ kann man die 14-tägige Quarantäne immer wie folgt verkürzen:

  • 1. bis 4. Quarantänetag – keine Verkürzung möglich
  • ab 5. Quarantänetag, unter bestimmten Voraussetzungen
    • ab dem 5. Tag nach der Einreise kann ein PCR-Test (ein Antigen-Schnelltest reicht nicht aus) gemacht werden. Ist dieser negativ, ist man aus der Quarantäne „befreit“. Solange das Testergebnis noch nicht vorliegt, bleibt die Quarantäne bestehen.

Gut zu wissen – Alles zur Quarantäne!

Während der Quarantäne ist es nicht gestattet, Besuch von Personen außerhalb des eigenen Haushaltes zu empfangen.